Lesungen in Kooperation mit dem Franz-Michael-Felder-Archiv

Live hat nicht sein dürfen, dann halt online

Debüt

6. Mai  online, 20.00 Uhr

Lisa Mundt. Als meine Therapeutin schwieg.                      Milena Verlag 2019.

Mit der Autorin spricht Max Lang

Lisa Mundts fesselnder Debütroman zeigt, was es bedeutet, anderen zu helfen, wenn man sich selbst nicht mehr zu helfen weiß. Meisterlich pointiert führt Mundt durch die inneren Landschaften und Beziehungen der Figuren und erschafft damit ein atmosphärisches Kammerspiel, das in den Bann zieht. Ein Roman über das Geben und Nehmen im psychotherapeutischen Prozess, über die Verletzlichkeit der Menschen, über Stolz und Scham und über die Möglichkeit der Hoffnung in der scheinbaren Unmöglichkeit eines Gesprächs.

"'Deine Kollegin hat mich dir vererbt.' Sie wippt mit dem Turnschuh." Lisa Mundt

Lisa Mundt, geboren 1990 in Wien, wo sie auch heute lebt. Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien und Studium der Gender Studies an der Universität Wien. 2014 Gewinnerin beim Dramatikerinnen-Wettbewerb des Kosmos Theater Wien mit dem Kurzstück atemübung.

Max Lang, geboren 1986 in Bregenz. Studium der Komparatistik in Wien. Seit 2012 freier Autor in Wien. Lyriker und Dramatiker. Startstipendium des BKA 2018. Seine Stücke werden durch den Drei Masken Verlag in München vertreten, zuletzt: Last Exit: Hunnenland, das bei den Nibelungenfestspielen in Worms 2018 aufgeführt wurde.

[Lisa Mundt Foto © Roman Picha]

Buchpräsentation

10. Juni 2020 online, 20.00 Uhr

Alexandru Bulucz was Petersilie über die Seele weiß. Schöffling & Co 2019.

Moderation: Jürgen Thaler

In seinem Gedichtband überführt Alexandru Bulucz individuelle und kollektive Gedächtnisse in langzeilige Kurz- und Langgedichte, archiviert mit seinen Dialogpartnern Erinnerungen und geht mit ihnen u.a. Fragen zu Abschied und Trauer nach: Gedichte, die aus Erzählgebilden hervorgehen, mal humorvoll, mal ironisch oder bitter, mal narrativ, mal metrisch oder rhythmisch - wie die Klänge jener orthodoxen Mönche, die, mit Holzhämmern auf Stundenhölzer schlagend, ihre Rufe zum Gebet improvisieren. Bulucz ist eine der interessantesten Stimmen junger deutschsprachiger Literatur.

"So ist mir das Schreiben vom Ende her auch eines von den potenziellen Lesern her." Alexandru Bulucz

Alexandru Bulucz, geboren 1987 im rumänischen Alba Iulia. Er studierte Literaturwissenschaft in Frankfurt am Main, heute lebt er in Berlin. Lyriker, Herausgeber einer philosophischen Reihe, Übersetzer und Kritiker. 2016 erschien sein Lyrikdebüt Aus sein auf uns. 2019 erhielt er den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis.

[Alexandru Bulucz Foto © Renate von Mangoldt / Schöffling & Co.]